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Essen – Motor Show: Glänzend aufgelegt

Verantwortlicher Autor: Erich Hein Essen, 25.12.2018, 21:35 Uhr
Nachricht/Bericht: +++ Auto und Motorsport +++ Bericht 5640x gelesen
Motorschau Essen 2018
Motorschau Essen 2018  Bild: Erich Hein

Essen [ENA] Als Ende November 1968 die 1. Internationale Sport- und Rennwagen- Ausstellung ihre Tore öffnete, strömten ca. 57 000 Messehallen, um die erfolgsreichsten der Motorsport- Saison zu bestaunen. 50 Jahre später und drei Namensänderungen (eine davon: die „Jochen Rindt- Show) ...

vom 01. – 10. Dezember zählte man mehr als 360 000 Autofans auf der größten Bühne für Serienfahrzeuge, Tuning, Motorsport und Oldtimer. Balsam für die Seele der rund 500 Aussteller, denn 2018 war wahrlich ein schwieriges Autojahr. Auf mehr als 100.000 Quadratmeter gab es hier eine Erlebniswelt zum Mitmachen und Erleben. Besonders das Tuning und Lifestyle, gefolgt von Motorsport Rennsimulationen, Shows und Autogrammstunden und Fototermine mit Stars wie, Tuner Sidney Hoffmann, Wataru Kato, JP Kraemer und Franz Simon brachte so manche Halle zu bersten.

Ein sehr wichtiges Thema auf der Motor Show war die Orientierung hin zur E-Mobilität. Der klassische Verbrennungsmotor, immer noch Vorreiter, bekommt immer mehr Konkurrenz für nachhaltig angetriebene Fahrzeuge. Für die Tuning – Branche kein Hinderungsgrund, den Individualisierung und Tuning sind frei von der Antriebsart. In Essen zeigte sich die Szene bunt und vielfältig wie nie. Auffällig viele Fahrzeuge strahlten in bunten, oft im Comic- inspirierten Design, der Lack eines Ford Mustangs leuchte sogar mit Musik. Für großes Aufsehen erregten einmalige Design Cars, ein Porsche aus Altmetall- Teilen oder ein Super- Mercedes- Truck mit zwei Aufliegern.

Seit Jahrzehnten überrascht der Schweitzer Frank Rinderknecht mit eigenwilligen Kreationen Sein Motto: „Wie fährt es sich in der Zukunft“. In diesem Jahr gab es die Studie „Rinspeed Snap“ bestehend aus zwei Teilen, der Fahrgastzelle „Pod“ und der Plattform „Skateboard“ genannt, die man trennen kann. Beide Teile austauschbar. Das Fahrzeug vollelektronisch und autonom. Die Sportwagen- Manufaktur Ruf (Pfaffenhofen), seit 40 Jahren Porsche- Spezialist, zeigte den neuen SCR 2018. Vor zwei Jahren Prototyp, jetzt in Kleinserie hergestellt.

Der SCR mit einem 510 PS starken Sechszylinder- Motor mit vier Liter Hubraum, die Räder entsprechen dem Fahrwerk der Formel 1, die Carbonfaser- Monocoque verstärkt vom integrierten Stahlrohkäfig, die Karosserie ist aus Kohlefaser und wiegt 1.300 Kilogramm. Zender zeigte das Concept Car 500 Corsa Stradale auf Basis des Fiat 500. Die Optik bestimmt ein komplettes Aerodynamik- Kit aus Kohlefaserlaminat. Ein voll einstellbares Gewindefahrwerk optimiert die Straßenlage. Höchstgeschwindigkeit 232km/h durch einen 1,4- Liter- Turbovierzylinder- Motor mit 240 PS. Aufwertung erfogt über den Innenraum mit Sportsitzten, Edelstahlpedalen, Einstiegsleisten aus Edelstahl und Leder in schwar und orange.

Weltweit nur zehn Exemplare gibt es vom veredelten Geländewagen Brabus 700 4x4, den die Bottroper Firma vorstellte. Etwas beschaulicher, jedoch sehr beachtet, die Ausstellung der Oldtimer- Fraktion in Essen. Auffallend viele jüngere Autofreaks, bestaunten hier die Creme de la Creme der historischen Autogeschichte. Besonders der Lancia Aurelia B52 Coupè Vignale aus dem Jahr 1953 errang große Aufmerksamkeit; ist doch dieser Lancia bereits mehrmals von führenden Oldtimer- Experten zum „Best of Show“ ausgezeichnet worden.

Das Hervorragende und immens großes und mannigfaltiges Angebot brachte den ausstellenden Händler einen vorgezogenen Heiligabend. Ca. 80 % der Besucher kauften oder bestellten Waren aller Art. „Diese Essen Motor- Show war eine großartige Liebeserklärung an das Auto“, neben den sportlichen Neuheiten und Premieren erlebten die Besucher das Auto als Kulturgut, mit dieser Positionierung liegen wir goldrichtig, resümierte Oliver P. Kuhrt, Geschäftsführer der Messe Essen. Wie hieß es doch bei Toyota: „Nichts ist unmöglich“. Wie wahr. Man sieht sich wieder 2019 in Essen zur Motor- Show.

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