Sonntag, 16.06.2019 23:29 Uhr

Hygiene geht alle an

Verantwortlicher Autor: Florian Gnad München, 19.03.2019, 14:35 Uhr
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München [ENA] Auch Bayern will jetzt die sogenannte Lebensmittelampel einführen. Sie soll für den Kunden diverser Lebensmittelläden ersichtlich machen, ob es bei der sogenannten Reinlichkeit mit rechten Dingen zugeht. Eigentlich längst überfällig und eine gute Idee. Denn es scheint zumindest auf den ersten Blick ein leichtes, weil logisches Konzept. Aber ist es das wirklich? Wird es gerecht sein?

Wird es gerecht sein? Müssen oder sollten bei der Beurteilung von Sachverhalten nicht dann auch überall die selben - oder nur die gleichen infrastrukturellen Voraussetzungen vorliegen. Wer kann das wertfrei wirklich beurteilen? Backstuben, Metzgereien und Küchen, ja auch Verkaufsstellen die nur vorgefertigte Erzeugnisse vervollständigen, sind Werkstätten. Keine Salonräume!

Der "Durchschnittsbürger", der fast oder ganz bereits verzehrfertige Lebensmittel zu konsumieren gewohnt ist, kann doch überhaupt nicht recht beurteilen, ob eine Herstellungsweise richtig, falsch oder sinnvoll ist. Das einzige was alle noch irgendwie können, ist die Anwendung des Unterscheidungsvermögens. Sie sehen hoffentlich was neuer Schmutz ist und was alter Dreck. So vornehm die Mehrheit auch tun mag, bei den meisten wird es sich damit haben. Und die gerade zu lächerliche Aufregung über ein paar Mäuse im Laden oder einem Schaufenster zeigt nur, wie weit sich manche Zivilisationsmarionetten von natürlichen Sachverhalten bereits entfernt haben, denn das Vorhandensein von Kulturfolkern ist der normalste Vorgang der Welt.

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